Baumpflege
Hundertmark
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Leistung 05

Baumfällung

Fällung · Kranfällung · Abtragung im Seil · Habitatbaum als Alternative

Wir fällen. Aber erst, wenn geklärt ist, dass es keinen anderen Weg gibt. Ein Baum wächst länger, als ein Mensch lebt. Weg ist er in einer Stunde.

Licht, Laub und Schatten sind keine Gründe. Verkehrssicherheit ist einer. Auch dann ist die Fällung nicht automatisch die Antwort.

Zwei Ketten an einem starken Stamm angeschlagen, darüber der Kranhaken
Am Kran hängt jedes Stück, bevor es geschnitten wird. Auf engem Grundstück ist das oft der einzige Weg.

Vorher: die Frage, ob es sein muss

Bei einem Baum, der Sorgen macht, steht am Anfang keine Motorsäge, sondern eine Beurteilung. Ein hohler Stamm ist kein Urteil, ein Pilz ist keins. Ein abgestorbener Ast erst recht nicht.

Oft reicht eine Kronensicherung, eine gezielte Entlastung oder ein kürzerer Kontrollabstand. Wenn es eng wird, sagt eine eingehende Untersuchung, wo die Grenze wirklich liegt. Das kostet weniger als eine Fällung mit Ersatzpflanzung.

Wir sind Baumpfleger und keine Richter. Aber wir sagen dir, was der Baum noch kann.

Die Genehmigung

In vielen Gemeinden gibt es eine Baumschutzsatzung. Sie gilt meist ab einem bestimmten Stammumfang, gemessen in einem Meter Höhe. Wer ohne Genehmigung fällt, zahlt ein Bußgeld und bekommt zusätzlich eine Ersatzpflanzung auferlegt.

Unabhängig davon gilt bundesweit die Schonzeit: Zwischen 1. März und 30. September dürfen Bäume nicht auf den Stock gesetzt oder beseitigt werden. Ausnahmen gibt es, wenn Gefahr im Verzug ist. Was Gefahr im Verzug ist, entscheidet nicht der Auftraggeber.

  • Wir sagen dir, ob dein Baum unter die Satzung fällt.
  • Wir liefern die fachliche Begründung für den Antrag.
  • Den Antrag stellst du, es ist dein Baum und deine Fläche.
Stammtorso mit absichtlich gebrochen wirkenden Astenden statt glatter Schnitte
Statt der Fällung: Der Stamm bleibt stehen, die Enden werden gebrochen statt geschnitten. So sieht ein natürlicher Bruch aus. Genau daran arbeiten die Pilze.
Kletterer im Seil nimmt die Krone eines abgestorbenen Baums ab
Die Krone kommt ab, der Stamm bleibt. Was für den Verkehr zu viel war, ist damit weg.

Wie gefällt wird

Steht genug Platz zur Verfügung, fällt der Baum in einem Stück. Das ist der günstigste Fall und der seltenste.

Auf engem Grundstück wird abgetragen: Der Baum wird von oben nach unten in Stücken abgebaut, im Seil oder aus der Hubarbeitsbühne. Jedes Stück wird kontrolliert abgelassen. Über Terrassen, Dächern und Leitungen hängt jedes Stück vorher am Kran.

Alter Stubben mit dickem Überwallungswulst, ringsum Aufwuchs
Auch ein Stubben ist noch etwas. Wer ihn stehen lässt, spart Geld und lässt etwas übrig.

Was statt einer Fällung geht

Wenn ein Baum abgestorben ist, aber niemanden gefährdet, muss er nicht weg. Die Krone kommt ab, der Stamm bleibt als Torso stehen. Die Enden werden gebrochen statt geschnitten, weil ein natürlicher Bruch mehr Angriffsfläche für Pilze und Insekten bietet.

Voraussetzung ist, dass der Stamm für sich standsicher ist und dass unter ihm nichts steht, was zu Schaden kommen kann. Das ist keine Sparlösung: Ein toter Baum ist der Lebensraum von mehreren hundert Arten und in einem aufgeräumten Garten seltener als jeder lebende.

Ein Torso ist keine halbe Fällung. Er ist die einzige Form, in der ein toter Baum weiterarbeiten kann.

Danach

  • Der Stubben bleibt, wird ausgefräst oder gerodet, je nachdem, was auf die Fläche kommt.
  • Das Holz bleibt auf Wunsch da, gesägt oder als Stammabschnitt.
  • Wenn eine Ersatzpflanzung auferlegt ist, übernehmen wir sie mit.
  • Auf Wunsch ein kurzer Vermerk für die Akte, was warum gefällt wurde.
Erst ansehen, dann reden

Wir sehen uns den Baum an, bevor wir über eine Maßnahme sprechen. Die Erstberatung kostet nichts und verpflichtet zu nichts.

Wir arbeiten in Michelstadt, Erbach, Bad König, Brensbach, Brombachtal, Fränkisch-Crumbach, Höchst im Odenwald, Lützelbach, Mossautal, Oberzent, Reichelsheim, Breuberg, im übrigen Odenwaldkreis und in Darmstadt.