Baumpflege
Hundertmark
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Baumpflege erklärt

Kappung

Auch: Kappen, Köpfen, Auf den Kopf setzen

Kappen heißt: die Krone wird auf einer Höhe abgesägt, ohne Rücksicht darauf, wo der Baum seine Äste angelegt hat. Bestellt wird das meistens, weil er jemandem zu groß geworden ist.

Der Baum verliert auf einen Schlag seine gesamte Nahrungsproduktion. Er reagiert nicht mit Wachstum sondern mit einem Notprogramm.

Gekappter Baum als Silhouette gegen blauen Himmel, dicke Stummel mit dünnen Nottrieben
Auf einer Höhe abgesägt. Was oben herauskommt, sind Notaustriebe.
Gekappte Birke, am Stamm wächst Efeu
Zehn Jahre später: aus einem sicheren Baum ist ein Pflegefall geworden.

Was in den zehn Jahren danach passiert

Die Triebe, die nach einer Kappung entstehen, sind Notaustriebe. Sie sitzen nur außen unter der Rinde und sind nicht im Holz verankert. Sie wachsen schnell und sie brechen später aus.

Gleichzeitig sind die Schnittflächen zu groß, um zugewachsen zu werden. Sie bleiben offen und werden zur Eintrittstür für Fäule. Die wandert nach unten, in Richtung Stamm.

Nach fünf bis zehn Jahren steht dort ein Baum, der größer ist als vorher, instabiler und innen morsch. Und ab diesem Punkt muss er dauerhaft nachgeschnitten werden.

Einmal günstig geschnitten heißt: für den Rest seines Lebens teuer.

Was stattdessen geht

Ein zu groß gewordener Baum ist ein echtes Problem und niemand muss damit leben. Es gibt nur einen anderen Weg dorthin. Eine Krone lässt sich über mehrere Jahre einkürzen, indem jeder Ast auf einen Seitenast abgeleitet wird, der stark genug ist, die Führung zu übernehmen. Das dauert länger, kostet beim ersten Mal mehr und hält.

Wenn ein Baum so groß ist, dass auch das nicht mehr reicht, ist die ehrliche Antwort manchmal die Fällung mit einer Neupflanzung an einer Stelle, an der der nächste Baum groß werden darf. Das ist unbequem und immer noch besser als ein gekappter Baum, der dreißig Jahre lang Geld kostet.

Und wenn schon gekappt wurde

Dann ist es nicht vorbei. Die Notaustriebe lassen sich über die Jahre auslichten und auf wenige starke Triebe reduzieren, die dann in Ruhe einwachsen können. Der Baum wird nie wieder der alte. Er kann aber wieder sicher werden.

Was das für dich heißt
  • Wenn dir jemand anbietet, den Baum „auf den Kopf zu setzen“ oder „einzukürzen“, frag nach, auf welchen Ast abgeleitet wird. Wer darauf keine Antwort hat, kappt.
  • Ein Angebot, das deutlich günstiger ist als die anderen, ist meistens eine andere Maßnahme und nicht dieselbe Maßnahme für weniger Geld.
  • Nach einer Kappung gehört der Baum in eine regelmäßige Kontrolle. Die ausbrechenden Triebe sind ein Sicherheitsthema.

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Erklärt von Josua Hundertmark, Baumpflege Hundertmark in Michelstadt. Wir arbeiten in Michelstadt, Erbach, Bad König, Brensbach, Brombachtal, Fränkisch-Crumbach, Höchst im Odenwald, Lützelbach, Mossautal, Oberzent, Reichelsheim, Breuberg, im übrigen Odenwaldkreis und in Darmstadt. Baum ansehen lassen: 0163 1729498 oder hey@baumpflegehundertmark.de