Baumpflege erklärt
Auch: Totholzentnahme, Totholzpflege
Ein Baum wirft ab, was er nicht mehr braucht. Äste, die zu wenig Licht bekommen, sterben ab. Das ist kein Krankheitszeichen.
Ob ein toter Ast entnommen wird, entscheidet nicht der Ast. Es entscheidet, was darunter passiert.

Käferlarven, Wildbienen, Spechte, Fledermäuse und Pilze. Ein toter Ast ist einer der artenreichsten Orte, die ein Grundstück überhaupt zu bieten hat. Wer alles Totholz entfernt, räumt einen Lebensraum weg.
Über Menschen kommt Totholz weg, über Wiese darf es bleiben.
Ein Weg, ein Spielplatz, ein Parkplatz, eine Terrasse: dort ist ein toter Ast ein Sicherheitsthema. Über einer Wiese, die niemand betritt, ist er ein Lebensraum. Es geht um das Ziel darunter und nicht um Ordnung.
Und wenn es weg muss, muss nicht alles weg. Ein starker Ast lässt sich einkürzen statt entfernen. Der Stummel bleibt als Lebensraum stehen. Sicherheit und Naturschutz schließen sich seltener aus, als man denkt.
Beunruhigend ist nicht ein einzelner toter Ast. Beunruhigend sind viele auf einmal, in der oberen Krone und innerhalb eines Jahres. Das ist kein Totholzthema mehr. Das ist ein Wurzel- oder ein Wasserthema und gehört angesehen.
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