Leistung 06
Verletzungsfreie Systeme · Verbolzung · Prüfung und Austausch
Zwei Stämmlinge, die eng aneinander hochgewachsen sind, halten oft nur außen zusammen. Der Zwiesel mit eingewachsener Rinde ist der häufigste Ausbruch an Garten- und Straßenbäumen.
Eine Sicherung nimmt die Last, bevor die Verbindung aufreißt. Sie ist das Gegenteil einer Fällung.

Ein verletzungsfreies System besteht aus einem breiten Gurt oder Seil, das um beide Stämmlinge gelegt wird. Es liegt lose. Erst wenn sich die Stämmlinge weiter voneinander entfernen als vorgesehen, greift es und nimmt die Last.
Genau darauf kommt es an. Ein straff gespanntes System nimmt dem Baum die Bewegung, aus der er sein Holz baut. Es soll auffangen, nicht festhalten.
Eingebaut wird im Seil. Ohne Schrauben, ohne Nagel, ohne Verletzung. Der Baum wächst über die Jahre in das System hinein, deshalb wird die Lage bei jeder Prüfung mitkontrolliert.
Eine Sicherung ist der Grund, warum ein Baum stehen bleiben kann.


Bei einem Zwiesel, der schon aufgerissen ist, reicht ein Gurt manchmal nicht mehr. Dann wird verbolzt: eine Gewindestange quer durch das Holz, außen verschraubt.
Das ist eine Verletzung und ein Eingriff, den der Baum nicht rückgängig machen kann. Deshalb wird sie gesetzt, wenn die Alternative die Fällung wäre. Nicht vorsorglich.

Die Hersteller geben acht bis zwölf Jahre an. Was für dein System gilt, steht auf dessen Datenblatt. Daran halten wir uns.
Dazwischen wird das System bei jeder Baumkontrolle mit angesehen: Sitzt es noch richtig, ist es beschädigt, ist der Baum darüber gewachsen. Ein System, an das sich niemand mehr erinnert, ist keine Sicherung.
Wir sehen uns den Baum an, bevor wir über eine Maßnahme sprechen. Die Erstberatung kostet nichts und verpflichtet zu nichts.
Wir arbeiten in Michelstadt, Erbach, Bad König, Brensbach, Brombachtal, Fränkisch-Crumbach, Höchst im Odenwald, Lützelbach, Mossautal, Oberzent, Reichelsheim, Breuberg, im übrigen Odenwaldkreis und in Darmstadt.