Baumpflege
Hundertmark
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Leistung 06

Kronensicherung

Verletzungsfreie Systeme · Verbolzung · Prüfung und Austausch

Zwei Stämmlinge, die eng aneinander hochgewachsen sind, halten oft nur außen zusammen. Der Zwiesel mit eingewachsener Rinde ist der häufigste Ausbruch an Garten- und Straßenbäumen.

Eine Sicherung nimmt die Last, bevor die Verbindung aufreißt. Sie ist das Gegenteil einer Fällung.

Breiter Gurt eines verletzungsfreien Systems zwischen zwei Stämmlingen in der Krone
Der Gurt liegt lose. Er greift erst, wenn sich die Stämmlinge weiter auseinanderbewegen als vorgesehen.

Wann sie in Frage kommt

  • Ein Zwiesel mit eingewachsener Rinde, besonders über einem Ziel.
  • Ein langer, schwerer Ast, der schon einmal gerissen ist.
  • Ein Baum, der nach einem Ausbruch aus dem Gleichgewicht ist.
  • Als Übergang, während ein Baum sich nach einer Maßnahme neu einrichtet.

Wie eine Sicherung arbeitet

Ein verletzungsfreies System besteht aus einem breiten Gurt oder Seil, das um beide Stämmlinge gelegt wird. Es liegt lose. Erst wenn sich die Stämmlinge weiter voneinander entfernen als vorgesehen, greift es und nimmt die Last.

Genau darauf kommt es an. Ein straff gespanntes System nimmt dem Baum die Bewegung, aus der er sein Holz baut. Es soll auffangen, nicht festhalten.

Eingebaut wird im Seil. Ohne Schrauben, ohne Nagel, ohne Verletzung. Der Baum wächst über die Jahre in das System hinein, deshalb wird die Lage bei jeder Prüfung mitkontrolliert.

Eine Sicherung ist der Grund, warum ein Baum stehen bleiben kann.

Zwiesel, in dessen Spalt die Rinde eingewachsen ist
Der Anlass. Wo Rinde eingewachsen ist, sind die beiden Stämmlinge nie miteinander verwachsen. Sie halten nur außen.
Kletterer im Seil beim Einbau einer Sicherung in der Krone
Eingebaut wird im Seil. Ohne Schrauben, ohne Nagel, ohne Verletzung.

Die Verbolzung

Bei einem Zwiesel, der schon aufgerissen ist, reicht ein Gurt manchmal nicht mehr. Dann wird verbolzt: eine Gewindestange quer durch das Holz, außen verschraubt.

Das ist eine Verletzung und ein Eingriff, den der Baum nicht rückgängig machen kann. Deshalb wird sie gesetzt, wenn die Alternative die Fällung wäre. Nicht vorsorglich.

Gewindestange quer durch einen Stämmling, außen verschraubt
Die Verbolzung ist der andere Weg: eine Gewindestange durch das Holz. Sie verletzt den Baum und wird deshalb nur gesetzt, wenn ein Gurt nicht mehr reicht.

Standzeit und Prüfung

Die Hersteller geben acht bis zwölf Jahre an. Was für dein System gilt, steht auf dessen Datenblatt. Daran halten wir uns.

Dazwischen wird das System bei jeder Baumkontrolle mit angesehen: Sitzt es noch richtig, ist es beschädigt, ist der Baum darüber gewachsen. Ein System, an das sich niemand mehr erinnert, ist keine Sicherung.

  • Einbau mit Einbaudatum und Herstellerangabe, schriftlich.
  • Sichtprüfung bei jeder Kontrolle.
  • Rechtzeitige Erinnerung, bevor die Standzeit abläuft.
Erst ansehen, dann reden

Wir sehen uns den Baum an, bevor wir über eine Maßnahme sprechen. Die Erstberatung kostet nichts und verpflichtet zu nichts.

Wir arbeiten in Michelstadt, Erbach, Bad König, Brensbach, Brombachtal, Fränkisch-Crumbach, Höchst im Odenwald, Lützelbach, Mossautal, Oberzent, Reichelsheim, Breuberg, im übrigen Odenwaldkreis und in Darmstadt.