Baumpflege
Hundertmark
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Baumpflege erklärt

Baumkontrolle

Auch: Regelkontrolle, Sichtkontrolle, Baumkataster

Eine Baumkontrolle ist eine Sichtkontrolle. Vom Boden, einmal rund um den Baum, bei Bedarf mit dem Fernglas. Kein Klettern, kein Gerät.

Am Ende steht eines von zwei Ergebnissen: Der Baum ist sicher. Oder es sind Maßnahmen nötig. Welche das sind, legt die Kontrolle mit fest.

Alter Baum bei Raureif, unbelaubt, mit sichtbarer Höhlung im Stamm
Unbelaubt sieht man, was im Sommer hinter Blättern liegt.
Blick von unten in die kahle Krone eines Naturdenkmals
Der Blick nach oben gehört zu jeder Kontrolle.

Was dabei angeschaut wird

Von unten nach oben. Erst das Umfeld: Was liegt unter dem Baum, was hat sich verändert, wurde gebaut oder aufgeschüttet. Dann Wurzelbereich und Stammfuß, dann der Stamm, dann der Kronenansatz, dann die Krone.

Die Reihenfolge ist kein Ritual. Was unten passiert, erklärt oft, was oben zu sehen ist.

Wie oft

Es gibt kein Gesetz, in dem eine Zahl steht. Der Abstand ergibt sich aus drei Dingen: Alter und Zustand des Baums, sein Standort und was unter ihm passiert.

In der Praxis heißt das: ein junger, gesunder Baum hinten auf der Wiese braucht selten eine. Ein alter Baum über einem Parkplatz oder einem Spielplatz gehört ein- bis zweimal im Jahr angesehen.

Der Abstand richtet sich nicht nach dem Kalender. Er richtet sich nach dem Baum und danach, was unter ihm passiert.

Belaubt oder unbelaubt

Beides zeigt etwas anderes. Am Laub liest man die Vitalität: lichte Stellen, kleinere Blätter, Zweigspitzen, die nicht mehr austreiben. Am kahlen Baum liest man den Aufbau: Zwiesel, Risse, alte Schnittstellen, den Verlauf der Äste.

Wer einen Baum einmal belaubt und einmal unbelaubt gesehen hat, weiß mehr als jemand, der zweimal im Sommer da war.

Von wem

Keine Behörde vergibt die Erlaubnis dafür. Der Maßstab wird erst im Streitfall angelegt. Und er lautet: War die Person fachkundig. Die FLL-Baumkontrolle ist der Nachweis, der dafür üblicherweise anerkannt wird.

Was die Kontrolle entscheidet

Zwei Dinge. Erstens: Ist der Baum sicher. Zweitens: Wenn nicht, was ist zu tun und bis wann.

Zu diesen Maßnahmen gehören die Totholzentnahme, eine Kronensicherung, eine Entlastung, ein kürzerer Kontrollabstand und in seltenen Fällen die Fällung. Und die eingehende Untersuchung, wenn sich vom Boden aus nicht abschließend beurteilen lässt, ob der Baum sicher ist.

Was hinterher da sein muss

Nicht der Rundgang ist die Leistung. Das Blatt danach ist es. Darauf gehören: Datum, welcher Baum, was gesehen wurde, was zu tun ist, bis wann und von wem es kontrolliert wurde.

Ohne dieses Blatt ist der Baum im Streitfall ein unkontrollierter Baum.

Was das für dich heißt
  • Frag nach dem Ergebnis in Schriftform. Ein Rundgang ohne Protokoll ist im Schadensfall nichts wert.
  • Bei mehreren Bäumen lohnt ein Kataster. Das darf eine einfache Liste sein: Nummer, Standort, Datum, Befund.
  • Einmal belaubt und einmal unbelaubt sagt mehr als zweimal im selben Zustand.
  • Im Privatgarten ist der eigene Rundgang mit Fotos schon viel. Er ersetzt keine Fachkontrolle, ist aber unendlich viel besser als nichts.

Ich bin Baumpfleger und kein Jurist. Das hier ist Praxiswissen und keine Rechtsberatung. Für die rechtliche Seite gibt es Fachleute: Rainer Hilsberg schreibt die Kolumne BaumRecht in der TASPO BAUMZEITUNG. Cedric Vornholt veröffentlicht zum Baumschutzrecht und zur Verkehrssicherungspflicht bei Bäumen.

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Erklärt von Josua Hundertmark, Baumpflege Hundertmark in Michelstadt. Wir arbeiten in Michelstadt, Erbach, Bad König, Brensbach, Brombachtal, Fränkisch-Crumbach, Höchst im Odenwald, Lützelbach, Mossautal, Oberzent, Reichelsheim, Breuberg, im übrigen Odenwaldkreis und in Darmstadt. Baum ansehen lassen: 0163 1729498 oder hey@baumpflegehundertmark.de