Baumpflege erklärt
Auch: Auslichten, Kronenauslichtung
Kronenpflege heißt: aus der Krone kommt heraus, was tot, gebrochen oder scheuernd ist. Der Umriss der Krone bleibt, wie er war.
Wer bestellt, weil der Baum zu groß geworden ist, bestellt etwas anderes. Das steht unter Kroneneinkürzung.


Totholz ab einer Stärke, die beim Herunterfallen etwas anrichten kann. Äste, die gebrochen oder angerissen sind. Äste, die aneinander scheuern und sich gegenseitig die Rinde aufreiben. Und Triebe, die steil nach innen wachsen und in einigen Jahren mit dem Nachbarast verwachsen wären.
Der Umriss. Die Höhe. Die Hauptäste. Nach einer Kronenpflege sieht der Baum von weitem aus wie vorher. Wer erwartet, dass er danach kleiner ist, wird enttäuscht sein. Sag es also vorher, wenn das dein eigentliches Ziel ist.
Nicht dazu gehört das großflächige Ausräumen der Krone, damit mehr Licht durchkommt. Eine Krone, die innen leergeräumt wird, verliert ihre inneren Blätter und schiebt die Masse nach außen. Am Ende stehen lange, schwere Äste mit einem Büschel an der Spitze. Für den Baum ist das eine Verschlechterung.
Drei bis acht Jahre, je nach Zustand des Baums. Einer, der gut dasteht, kommt acht Jahre ohne aus. Einer mit Schwachstellen liegt am kürzeren Ende: abgestorbene Partien in der Krone, alte Bruchstellen, ein Standort, der ihm zusetzt.
Wer jedes Jahr an derselben Krone arbeitet, behandelt entweder ein Problem, das nicht gelöst wurde. Oder er macht Arbeit, die nicht nötig ist.
Kronenpflege nimmt heraus, was der Baum selbst schon aufgegeben hat.
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