Baumpflege erklärt
Auch: Falsches Weißes Stengelbecherchen, Eschensterben
Dahinter steckt ein Pilz aus Ostasien, in Deutschland seit 2002 nachgewiesen. Er befällt zuerst Blätter und junge Triebe.
Der gefährliche Schaden sitzt aber nicht in der Krone. Er sitzt am Stammfuß.


Am Stammfuß stirbt die Rinde streckenweise ab, unauffällig, oft über mehrere Jahre. Auf diese Stelle setzt sich dann der Hallimasch und macht aus dem Holz eine Weichfäule.
Solche Stammfußschäden wurden auch an Eschen gefunden, deren Krone noch gar nicht oder kaum geschädigt war. Die Fäule sitzt dann in Wurzelanlauf und Stock. Also genau dort, wo ein Baum stehen bleibt oder eben nicht.
Ein Baum kann oben grün aussehen und unten schon nicht mehr sicher stehen.
In einer Untersuchung wurden Eschen auf unterschiedlich feuchten Flächen verglichen. Auf der nassesten Fläche waren 59 Prozent der Stämme betroffen. Auf der trockensten waren es 19 Prozent. Wenn deine Esche feucht steht, schau genauer hin.
Die Krone wird über mehrere Jahre licht, von außen und von oben her. Kahle Zweigspitzen, während der Rest noch grün ist. Am Stammfuß dunkle, eingesunkene oder aufgeplatzte Rindenstellen. Pilze am Fuß, büschelweise, meist im Herbst.
Es gibt kein Mittel. Kein Spritzen, kein Düngen, kein Schnitt, der den Pilz aufhält. Was hilft, ist die Frage, wie sicher der Baum noch steht. Und die wird unten beantwortet und nicht oben.
Eine Esche stirbt nicht in einem Sommer. Sie stirbt in einem Jahrzehnt. Auffallen tut nur der letzte.
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