Baumpflege erklärt
Auch: Wässern, Bewässerung, Jungbaumpflege
Zehn Millimeter Regen sind zehn Liter auf den Quadratmeter. Das klingt nach viel und verteilt sich über die ganze Fläche.
Ein Gewitter macht den Rasen grün. Es kommt nur nie da an, wo die Wurzeln sind.


Nimm einen langen Schraubenzieher oder einen Stab. Stich ihn zwei Tage nach dem Regen neben dem Baum in den Boden. Geht er leicht zwanzig Zentimeter rein, ist Wasser angekommen. Bleibt er nach fünf stecken, war der Regen nur Deko.
Der Test sagt beides. Wenn der Stab leicht reingeht, lässt du die Kanne stehen.
Ausgetrockneter Boden stößt die ersten Millimeter ab, sie laufen seitlich weg. Der Oberboden ist vielerorts gut versorgt, bis in zwei Meter Tiefe ist es fast überall zu trocken.
Die FLL-Empfehlung setzt ab dem zehnten Tag ohne Niederschlag an, mit 75 bis 100 Litern je Baum bei einem Stammumfang bis 25 Zentimeter. Der Zähler springt aber nur zurück, wenn der Regen wirklich unten ankommt.
Selten und viel. Kleine Mengen halten die Wurzeln oben, in der Schicht, die als Erstes austrocknet.
In die Fläche und nicht an den Stamm. Am Stamm sitzen keine aufnehmenden Wurzeln. Der Wurzelbereich reicht nach DIN 18920 so weit wie die Krone plus anderthalb Meter nach allen Seiten.
Die jungen Bäume, die ersten fünfzehn Jahre nach der Pflanzung. Und weiter, solange der Boden nicht gefroren ist. September und Oktober gehören dazu.
Eine Ausnahme: Nach einer Pflanzung im Sommer ist der Ballen so klein, dass er bei Hitze täglich Wasser braucht. Da wird nicht gerechnet, da wird gegossen.
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