Baumpflege
Hundertmark
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Baumpflege erklärt

Eichenprozessionsspinner

Auch: EPS, Brennhaare, Raupendermatitis

Die Raupen schlüpfen im April oder Mai und verpuppen sich Ende Juni bis Anfang Juli. Danach sieht man kein Tier mehr. Das Nest hängt trotzdem da.

Gefährlich war nie die Raupe. Gefährlich sind ihre Brennhaare. Und die bleiben im Gespinst liegen.

Weißes Gespinstnest des Eichenprozessionsspinners am Stamm einer Eiche
Der Befund. Gefährlich sind die Brennhaare. Die bleiben im Nest.
Baumpfleger im weißen Schutzanzug mit Atemschutz am Seil in einer Eichenkrone
Deshalb gehört das in fachliche Hände: Vollschutz und Absaugen, nicht abschlagen.
Nahaufnahme: Schutzanzug mit Vollmaske zwischen Eichenästen
Vollmaske, Overall, Handschuhe. Nichts davon ist Übertreibung.

Warum das Nest ein Haarlager ist

Die Brennhaare sind mikroskopisch klein, haben Widerhaken und enthalten ein Eiweißgift. Sie lösen sich vom Tier und bleiben im Gespinst. Auch die Haare in alten Nestern sind ein Risiko.

Was sie auslösen

Raupendermatitis, Quaddeln, Bindehautentzündung, gereizte Atemwege, seltener allergische Schockreaktionen. Die Empfindlichkeit steigt bei wiederholtem Kontakt. Die Reaktion kann erst Stunden später kommen, weshalb kaum jemand sie mit dem Baum verbindet.

Woran du es erkennst

Ein filziges Gespinst am Stamm oder in einer Astgabel, beige bis grauweiß. Wie schmutzige Watte, immer an Eichen.

Was du auf keinen Fall machst

Nicht abflammen, nicht abspritzen, nicht mit dem Haushaltssauger absaugen und den Baum erst recht nicht fällen. Jede dieser Maßnahmen verteilt die Haare unkontrolliert.

Aus einem Nest wird ein ganzer Garten.

Wer zuständig ist

Steht die Eiche auf deinem Grundstück, bist du zuständig und nicht die Kommune. Ordnungsbehörden dürfen die Beseitigung anordnen. Wer nicht handelt, bekommt sie als Ersatzvornahme gemacht, plus Rechnung.

Warum es kostet, was es kostet

Absaugen klingt einfach, geht aber selten. Der Industriesauger arbeitet von der Hubarbeitsbühne aus, an die meisten Nester kommt man damit nicht ran. Dann wird geklettert und von Hand abgesammelt, direkt in den Sack. In Vollschutz, im Hochsommer.

Was das für dich heißt
  • Schau bis zum Jahresende einmal in deine Eichen. Von unten, mit Abstand.
  • Die häufigste Verwechslung ist die Gespinstmotte. Die spinnt ganze Sträucher ein und ist für Menschen harmlos. Ein komplett eingesponnener Strauch ist nie der Eichenprozessionsspinner.
  • Bei Beschwerden nach Kontakt zum Arzt. Hautausschlag, Augenreizung oder Husten gehören abgeklärt.

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Erklärt von Josua Hundertmark, Baumpflege Hundertmark in Michelstadt. Wir arbeiten in Michelstadt, Erbach, Bad König, Brensbach, Brombachtal, Fränkisch-Crumbach, Höchst im Odenwald, Lützelbach, Mossautal, Oberzent, Reichelsheim, Breuberg, im übrigen Odenwaldkreis und in Darmstadt. Baum ansehen lassen: 0163 1729498 oder hey@baumpflegehundertmark.de